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Automatische Späneaufbereitung als gewinnbringende Investition

15.09.2010: Map Pamminger


Mechanische Komponenten für Schließzylinder sind hoch komplexe Buntmetall-Teile, die bei der Bearbeitung anfallenden Späne ein wertvoller Sekundärrohstoff. Die Kaba Schließsysteme GmbH verbesserte die Effizienz im Betrieb durch Anschaffung einer von MAP PAMMINGER gelieferten automatischen Späneaufbereitungsanlage von T&A. Wesentliche Effekte sind die Reduktion unproduktiver Arbeitszeit und die Freisetzung eines Mitarbeiters für anspruchsvollere Aufgaben in der Fertigung

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Das Kaba-Werk Eggenburg stellt unter anderem Schlösser wie dieses KABA DZ Doppelzylinderschloss her. Bild: Kaba

Das Kaba-Werk Eggenburg stellt unter anderem Schlösser wie dieses KABA DZ Doppelzylinderschloss...

Schlüssel und Schließzylinder sind Präzisionsmechanismen aus Buntmetall. Nicht nur muss ihre Funktion als Sicherheitselement über viele Jahre gewährleistet sein, sie vermitteln auch als Gestaltungselement einen Eindruck an Haus- und Wohnungstüren, Möbeln und Einbauten. 1934 wurde in der Safefabrik Kassen Bauer in Zürich der noch heute bekannte patentierte Kaba 8 Wendeschlüssel-Schließzylinder erfunden und damit der Grundstein von KABA als Schließtechnik-Unternehmen gelegt. Seit 1968 in Eggenburg eine mechanische Vorproduktionsstätte für Halbfabrikate gegründet wurde, findet ein erheblicher Teil der Fertigung hier statt. Heute ist das Werk Eggenburg Produktionszentrum für Kaba-Zylinder und Mechatronik.

Heute stellt die Kaba Schließsysteme G.m.b.H. im 1991 bezogenen Neubau komplette Zylinderschlösser der verschiedensten Bauarten her. Das reicht von Serienschließzylindern bis zu Zylinder für komplexe Schließanlagen bzw. mechatronische Produkte und Elektronik-Chip im Schlüssel. Die Fertigungstiefe ist groß: KABA stellt in Eggenburg neben kompletten Schließzylindern/Schließzylindersystemen auch Komponenten für andere Unternehmen im Konzern, her (Australien, Skandinavien, etc.)

Wo gedreht wird, fallen Späne

90% aller Produkte werden in Eggenburg auf acht CNC-Bearbeitungszentren mit Stangenlademagazinen produziert. Dazu werden monatlich etwa 15 Tonnen Stangenmaterial verarbeitet. „Es fallen in zwei Schichten wöchentlich netto ca.
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Abteilungsleiter Herbert Quirtner: „Stangenmaterial wird auf CNC-Maschinen zu solchen Schlossteilen verarbeitet. Bild: Peter Kemptner

Abteilungsleiter Herbert Quirtner: „Stangenmaterial wird auf CNC-Maschinen...

drei Tonnen Späne an, und die sind naturgemäß mit Kühlmittel verunreinigt“ sagt Abteilungsleiter Herbert Quirtner.


Zur Späneaufbereitung stand bei Kaba in Eggenburg bereits seit vielen Jahren eine Spänezentrifuge im Einsatz. Diese war angesichts der großen und weiter steigenden Mengen an ihre Kapazitätsgrenze gelangt. Zudem war die Späneaufbereitung mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden. „Die verunreinigten Späne mussten in die Zentrifuge geschaufelt, das separierte Kühlmittel in Eimern wieder zurück gebracht werden, und die gereinigten Späne schaufelte ich aus der Zentrifuge in die Transportbehälter“, erinnert sich Franz Kemeter. „Speziell nach einem Produktionswochenende war ich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt.“ Auch bedeutete die Verladung der Späne auf LKW per Stapler einen erheblichen Arbeitsaufwand.

Automatisierung der Späneaufbereitung

Heute kann der Mann für weniger körperlich anstrengende, anspruchsvollere Aufgaben herangezogen werden, denn Kaba entschloss sich zur Automatisierung der Späneaufbereitung mit einer vollautomatischen Späneaufbereitungsanlage von T & A Trenntechnik & Anlagenbau GmbH, geliefert von MAP PAMMINGER. Kernstück der Anlage ist eine Durchlauf-Spänezentrifuge Hydramax 4. Ein vorgeschalteter Aufgabeautomat mit Aufzug kippt die Späne aus den Rollbehältern in einen Vorratstrichter. Von dort gelangt das Material per Förderband in die Zentrifuge, wobei
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Die Späne werden in genormten Rollbehältern (rechts) gesammelt …

Die Späne werden in genormten Rollbehältern (rechts) gesammelt …

zu große Teile – etwa Anschnitte oder Reststücke – vorher ausgeschleust werden. Das ausgeschleuderte Kühlmittel wird in handelsüblichen Stahlfässern für die Wiederverwendung an den Dreh- und Fräsmaschinen gesammelt, während ein Gebläse mit Schwenkarm die gereinigten Späne in eine bereitstehende Absetzmulde fördert.

Als kompetenten Partner rund um alle Themen der Teilereinigung und Betriebsmittelaufbereitung war MAP PAMMINGER im Haus bereits seit längerem bekannt, da in Eggenburg unter anderem seit vielen Jahren eine BUPI CLEANER© Reinigungsanlage im Einsatz steht und von den Spezialisten aus Gmunden betreut wird. Von der Robustheit und Prozess-Sicherheit der T&A-Anlage überzeugte sich Herbert Quirtner anlässlich der Besichtigung ähnlicher Einrichtungen, die bei anderen MAP-Kunden seit Jahren effizient und problemfrei ihren Dienst verrichten. Der sehr stabile Prozess, gemeinsam mit der benutzerfreundlichen Handhabung, gaben den Ausschlag für die getroffene Wahl. Diese bestätigt sich auch auf dem Gebiet der Ergonimie: Bereits am Tag nach der Aufstellung ging die Anlage in Betrieb und arbeitet seither störungsfrei.

Wirtschaftlichkeit und Effizienz verbessert

„Die Vorteile der Investition liegen auf der Hand“, sagt Herbert Quirtner. „Eine hochwertige Späneaufbereitung ist Voraussetzung für eine Rückgabe der Späne an der Hersteller der benötigten Messingprofile, das reine Kühlmittel kann gefahrlos in den Fertigungsprozess zurück laufen und reduziert dadurch
das Zukaufvolumen. Darüber hinaus konnte der Anteil an unproduktiver Arbeit auf drei Stunden pro Woche gesenkt werden.“

Zudem verbesserten sich die Arbeitsbedingungen für Herrn Kemeter erheblich. Er betreut weiterhin die Späneaufbereitung. Allerdings beschränkt sich dieser Teil seiner Arbeit auf den Nachschub per Rollbehälter und die Überwachung der Maschinenfunktion. Angeblich besucht er neuerdings ein Fitness-Studio, um die in seiner früheren Tätigkeit aufgebauten Muskeln nicht völlig zu verlieren.
Das Kaba-Werk Eggenburg stellt unter anderem Schlösser wie dieses KABA DZ Doppelzylinderschloss her. Bild: Kaba
Abteilungsleiter Herbert Quirtner: „Stangenmaterial wird auf CNC-Maschinen zu solchen Schlossteilen verarbeitet. Bild: Peter Kemptner
Die Späne werden in genormten Rollbehältern (rechts) gesammelt …
… und gelangen über einen Aufzug in den Spänetrichter der Anlage.
Per Förderband geht es über eine Großteile-Ausschleusung zur Zentrifuge.
Ein Gebläse mit Schwenkarm besorgt die Verladung der ölfreien Späne in eine bereitstehende Absetzmulde …
… während das Kühlmittel in Stahlfässern in den Produktionsprozess zurückgeführt wird. Maschinenführer Franz Kemeter ist begeistert von der einfachen, problemfreien Bedienung der T&A-Anlage, deren automatische Tätigkeit ihn für andere Aufgaben freisetzte.



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Bericht in folgenden Kategorien:
Wiederaufbereitung, Sonstige, Spänebehandlungsanlagen

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