Dürr Ecoclean - Kostenoptimierung durch effiziente Teilereinigung
Reinigung von Metallteilen - Qualtität sichern. Bei der Herstellung und Bearbeitung metallischer Bauteile werden heute von nahezu allen Industriebereichen erhöhte Qualitätsanforderungen gestellt.
Dies betrifft einerseits die eigentliche Fertigung, andererseits die Sauberkeit der Werkstücke, Komponenten und Systeme. Denn Verschmutzungen beeinträchtigen nicht nur Qualität, Funktion und Lebensdauer der Produkte, sie treiben auch Produktionskosten und Ausschuss in die Höhe. Die industrielle Teilereinigung leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung.
Die montagefertige Produktion immer kleinerer, aber gleichzeitig komplexe-rer Bauteile, Komponenten und Systeme macht den Arbeitsschritt Teilereinigung zu einem wichtigen Glied in der Prozesskette. Dabei sind heute die Reinheitsanforderungen reproduzierbar zu erfüllen, die vor wenigen Jahren noch als nicht realisierbar galten. Eine weitere Herausforderung stellen verschärfte Richtlinien hinsichtlich des Umweltschutzes und der Emissionsreduzierung dar. Um beides mit einem vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand zu realisieren, sind moderne Verfahren und Anlagenkonzepte erforderlich.
Verfahrenstechnik und Reinigungsmedium
Die Teilereinigung erfolgt überwiegend mit nasschemischen Verfahren mit wässrigen Reinigern, nicht halogenierten Lösemitteln und Chlorkohlenwas-serstoffen. Die Aufgaben lassen sich dabei wie folgt definieren:
- Abreinigung von Partikeln, wie z. B. Späne, Gusssand, Staub
- Abreinigung von Betriebshilfsstoffen, wie z. B. Öle, Emulsionen
- Vorbehandlung, z.B. vor dem Beschichten, Verkleben und vor thermischer Behandlung
- Trocknung
Mit innovativen Standardanlagen und maßgeschneiderten Systemlösungen für wässrige Medien, nicht halogenierte und chlorierte Kohlenwasserstoffe deckt die Dürr Ecoclean GmbH nahezu alle Aufgabenstellung in der industriellen Teilereinigung ab. Das Spektrum der Reinigungsverfahren reicht von der Spritzreinigung und Tauchreinigung über Dampfentfetten, Injektionsflutwaschen und Ultraschallreinigung bis zur Trockenreinigung und Luft-Dampf-Reinigung. Die Kombination verschiedener Reinigungsverfahren in einer Anlage ist nicht nur möglich, sondern vielfach auch notwendig, um den geforderten Reinheitsgrad zu erzielen. Welche Verfahrenstechnik bei welcher Aufgabenstellung die richtige ist, hängt wesentlich von folgenden Kriterien ab:
- Art des Werkstücks
- Bauteilgeometrie
- Werkstoff
- Art und Grad der Verschmutzung
- Bearbeitungszustand
- Geforderter Reinheitsgrad
Die Spritzreinigung kommt vorwiegend für große und flächige Einzel-Werkstücke zum Einsatz. Die Reinigung erfolgt meist mit wässrigen Reinigungsmedien, die mit hohem Druck durch Düsen auf die zu säubernde Oberfläche aufgespritzt werden. Maßgebend für die Qualität der Spritzreinigung sind Form und Anordnung der Düsen sowie der Spritzdruck. Um eine gleichmäßige Reinigung aller Bauteiloberflächen zu gewährleisten, kann eine Bewegung des Waschguts und/oder der Düsen erforderlich sein.
Werkstücke mit komplexer Geometrie, z. B. Sacklochbohrungen, Hinterschneidungen, sowie gesetzte Teile und Schüttgüter werden meist im Tauchverfahren gereinigt. Um die Reinigungswirkung zu erhöhen, kann das Reinigungsgut im Bad gedreht oder geschwenkt werden.
Die Dampfentfettung erfolgt in der geschlossenen Arbeitskammer einer mit nicht halogenierten oder chlorierten Kohlenwasserstoffen betriebenen Reinigungsanlage. Sie eignet sich, um Öle, Fette, Emulsionen etc. von schwach verschmutzten Bauteilen abzureinigen – die Teile zu entfetten.
Höchste Reinheitsgrade lassen sich mit der Ultraschallreinigung erzielen. Zum Einsatz kommen die reinigenden Schallwellen beispielsweise in der Feinmechanik, bei elektrischen und elektronischen Baugruppen sowie vor der galvanischen Weiterverarbeitung.
Injektionsflutwaschen (IFW) stellt bei Tauchreinigungsverfahren insbesondere für die Entspanung eine der wichtigsten mechanischen Reinigungsunterstützungen dar. Dabei wird das Reinigungsmedium bei befüllter Arbeitskammer mit hohem Druck umgewälzt.
Trockenreinigungsverfahren ermöglichen eine besonders Kosten sparende Behandlung von Bauteilen. Reinigungsmedium dabei ist im Reinigungssystem erzeugte, komprimierte Luft, die über Aufbereitungssysteme kontinuierlich im Kreislauf geführt wird.
Die Luft-Dampf-Reinigung wurde für besondere Reinigungsaufgaben und höchste Anforderungen an Flexibilität und Wirtschaftlichkeit entwickelt. Verfahrenstechnische Grundlage dieses innovativen Systems ist die Trockenreinigung mit ausschließlich selbst erzeugter Prozessluft. Ein integriertes Luftaufbereitungsmodul gewährleistet auch hier die gleich bleibend hohe Qualität der Prozessluft. Da die abgesaugte Prozessluft in den Arbeitskreis-lauf zurückgeführt wird, arbeitet die Luft-Dampf-Reinigung abluftfrei. Sie kommt zur Reinigung von Werkstücken vor und nach dem Härten, von Werkstückoberflächen vor dem Beschichten sowie von Formen und Kunststoffen zum Einsatz.
Die Parameter für den Verfahrensablauf wie Reiniger, Art der Applikation, Anzahl der Bäder, Temperaturen, Behandlungszeiten der Teile et cetera ermittelt das Unternehmen anhand von Probewaschungen mit originalverschmutzten Teilen in eigenen Technologiezentren. Dies gewährleistet, dass geforderte Reinheitsgrade gleich bleibend und jederzeit reproduzierbar erfüllt werden.
Das Anlagenkonzept
Anlagen für die industrielle Teilereinigung stehen als Einkammer- und Mehrkammersysteme sowie als Durchlaufanlagen zur Verfügung.
Einkammeranlagen verfügen über eine geschlossene Arbeitskammer. Die Reinigungs- und Spülflüssigkeit sowie eventuell Medien für die Konservierung oder Passivierung werden nacheinander in die Arbeitskammer geleitet. Für die Reinigung mit Chlorkohlenwasserstoffen bietet Dürr Ecoclean Einkammeranlagen, die durch Prozessluft-Volumenverschiebung (PLV) einen vollkommen abluftfreien Betrieb ohne Aktivkohlefilter ermöglichen.
Mehrkammeranlagen für wässrige Verfahren sind durch nahezu beliebig viele aneinander reihbare Behandlungsmodule sehr vielseitig einsetzbar. Die Werkstücke werden bei diesen Anlagen mit Fahrwagensystemen oder Hubschrittförderern zu den verschiedenen Prozessstufen transportiert.
Die Konzeption von Band-Durchlaufanlagen für die Spritzreinigung mit wässrigen Medien erfolgt meist entsprechend der Geometrie der zu reinigenden Werkstücke.
Um den Energieeinsatz sowie Stoffverluste zu minimieren, führt Dürr Ecoclean Anlagen für die nasschemische Reinigung als geschlossene Systeme aus. Dies und die durchdachte Konzeption und hochwertige Ausstattung der Reinigungssysteme garantiert im täglichen Einsatz auf Dauer ein Maximum an Reinigungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit sowie die Einhaltung von Arbeits- und Umweltschutzrichtlinien. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Optimierung der Produktionskosten und zur Vermeidung von teurem Ausschuss und damit zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Und das unabhängig davon, ob die Anlage als Stand-alone-Lösung oder integriert in den Fertigungsprozess betrieben wird.
Special parts2clean 2011
Die parts2clean bietet ihren Besuchern die einmalige Gelegenheit, sich durch die praxisorientierte Vorträge namhafter Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung einen umfassenden Überblick zu aktuellen Entwicklungen, neuen Anforderungen und Trends in der Reinigungstechnik zu verschaffen. Die Sonderschau zur Prozesskette der industriellen Teilereinigung bietet darüber hinaus Anregungen und Know-how, den eigenen Reinigungsprozess zu optimieren.
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