Mafac : Anwenderbericht (Reinigungsanlage ELBA) bei Firma Flex Porter + Cable
Seit gut einem Jahr ist die ELBA von MAFAC in der mechanischen Fertigung im Einsatz. Eine flexibel einsetzbare Reinigungsanlage mit überzeugendem Reinigungsergebnis
Die Flexibilität in der Anwendung war eine zentrale Voraussetzung für die Verantwortlichen der Firma Flex Porter + Cable für die Anschaffung der Reinigungsanlage ELBA.

Die Reinigungsanlage ELBA von MAFAC kommt bei der Firma Flex Porter + Cable in der mechanischen Fertigung zum Einsatz. Sie wird von den Mitarbeitern des Produktionsteams beschickt.
Die Reinigungsanlage ELBA von MAFAC kommt bei der Firma Flex Porter + Cable...
Ein weiteres Argument, das für das Zwei-Bad-System von MAFAC sprach, war das überzeugende Reinigungs- und Trocknungsergebnis. Seit knapp einem Jahr läuft die auf wässriger Basis arbeitende Anlage in dem im baden-württembergischen Steinheim ansässigen Unternehmen. Derzeit kommt sie in der mechanischen Fertigung zum Einsatz.
Begonnen hat die Firmengeschichte von Flex Elektrowerkzeuge im Jahr 1922. Vom ersten Tag an wurden in dem damals unter dem Namen "Ackermann & Schmitt" firmierenden Unternehmen Elektrowerkzeuge für die Bereiche Metall- und Steinbearbeitung gefertigt. Unter anderem wurde bei Flex das erste Elektrowerkzeug mit flexibler Welle entwickelt und hergestellt. Dieser Konstruktion verdankt das Unternehmen seinen Namen, der heute oftmals umgangssprachlich als Synonym für Elektrowerkzeuge verwendet wird. 1996 wurde Flex von der amerikanischen Firma Porter + Cable aufgekauft. Damit erweiterte der auf Holzbearbeitung spezialisierte US-Hersteller von Elektrowerkzeugen sein Sortiment um die Bereiche Metall und Stein. Seit 20 Jahren ist der Firmensitz der Flex Elektrowerkzeuge GmbH in Steinheim bei Bietigheim-Bissingen. Hier sind rund 280 Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung, der Verwaltung, dem Vertrieb und in der Fertigung beschäftigt. Der Kundenkreis des Unternehmens umfasst Profianwender aus allen Industrie- und Handwerksbranchen.
Zahnräder für Getriebe sowie Wellen werden bei Flex in der mechanischen Fertigung hergestellt. Die ausschließlich aus Stahl bestehenden Teile werden gedreht, gefräst und gehärtet. Im Anschluss an diese Bearbeitungsprozesse müssen die Werkstücke, die Verschmutzungen in Form von Ölen, Spänen und Emulsion aufweisen, gereinigt werden. Seit knapp einem Jahr erfolgt dieser Arbeitsschritt in der ELBA. Die mit zwei Bädern ausgestattete Reinigungsanlage von MAFAC wurde für komplexe Reinigungsaufgaben entwickelt, die eine Vor- oder Nachbehandlung notwendig machen.
Unabhängig von der Größe und der Geometrie der Teile kommen die beiden Bäder der ELBA bei dem Elektrowerkzeughersteller in folgender Reihenfolge zum Einsatz: Bad eins Reinigen, Bad zwei Spülen. Das in Bad eins befindliche Medium für die Reinigung ist auf 60° Celsius erhitzt. Das in dem separat beheizten Spülbad befindliche Medium weist eine Temperatur von 70° Celsius auf. Beide Bäder sind mit demselben Reinigungsmedium versehen, allerdings in unterschiedlicher Konzentration. Während der Zusatz in Bad eins 2,5 bis drei Prozent beträgt, liegt die Konzentration in Bad zwei bei 0,5 bis ein Prozent.
Etwa sechs Minuten dauert der gesamte Reinigungsprozess. Die drei Programme, die von den Flex-Mitarbeitern entsprechend den individuellen Anforderungen eingespeichert wurden, werden in Abhängigkeit von der Werkstückgeometrie aktiviert. Dadurch kommen die verschiedenen Verfahrenstechniken zum Einsatz, die von den MAFAC-Technikern für unterschiedliche Teilegeometrien konstruiert wurden. So rotiert der mit den Spritzdüsen versehene Spritzrahmen bei der Reinigung von Ritzeln gegenläufig zum ebenfalls rotierenden Beschickungssystem. Dagegen ist bei der Reinigung der Wellen die Bewegung des Beschickungssystems auf ein Wippen bis 30 Grad bei rotierendem Spritzrahmen reduziert. Nur so ist sichergestellt, das die Wellen während der Reinigung nicht aus den Aufnahmen fallen. Sowohl die Ritzel als auch die Wellen werden während der Reinigung in Spezialaufnahmen fixiert.
Im Anschluss an die durchschnittlich 180 Sekunden dauernde Reinigung erfolgt der Spülvorgang mit dem Medium aus Bad zwei, der etwa ein Zehntel der gesamten Reinigungszeit umfasst. Um eine rückstandsfreie Kammer während dieser Nachbehandlung zu garantieren, wird eine Abtropf- und Absaugphase zwischengeschaltet, in der die Werkstücke zudem 30 Sekunden impulsartig abgeblasen werden. Der abschließende Prozess ist die Trocknung der gereinigten Werkstücke. Diese erfolgt mittels des Düsen-Impulsblassystems mit Wärmekopplung. Das heißt, die Werkstücke werden über die ebenso wie die Spritzdüsen individuell einstellbaren Trocknungsdüsen impulsartig abgeblasen.
600 Ritzel beziehungsweise 200 Wellen werden durchschnittlich während eines Durchlaufs gereinigt. Die Badstandzeiten der im Zwei-Schicht-Betrieb laufenden ELBA liegen in Steinheim zwischen sechs und acht Wochen. Beide Bäder sind mit einer einstufigen Vorfiltrationen zur Grob- und Feinabscheidung skimbarer Verunreinigungen ausgestattet. Die Ölabscheidung erfolgt durch ein Koaleszenzverfahren. Das so abgesaugte Öl wird in einem separaten Behälter gesammelt, der mit einer Füllstandsüberwachung versehen ist.
Die ELBA wird bei Flex Porter + Cable von den Mitarbeitern des Teams beschickt, das für die Fertigung der Ritzel und Wellen verantwortlich ist. Diese aktivieren die entsprechend den Anforderungen eingespeicherten Programme über die elektronische Steuerung mit Klarsichtanzeige. Durch die von MAFAC entwickelte Verfahrenstechnik, die sehr individuelle und flexible Einstellungen ermögliche, könne ein hervorragendes Reinigungsergebnis mit weit geringerem Aufwand als bei anderen Anlagen erzielt werden, nennt Johannes Stauß, Leiter Betriebsservice, als großen Vorteil der ELBA.
http://www.mafac.de/
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