Nicht Entsorgen - Aufbereiten
Bei den meisten Produktionsprozessen - sei es bei der Metallverarbeitung, der Metallveredelung durch Galvanisieren oder Lackieren, bei Druckgießprozessen, in der Chemischen- oder Lebensmittelindustrie, der Textilveredelung usw. – fallen Abwässer an, die ohne Behandlung oder Reinigung nicht eingeleitet werden dürfen.

Alle Komponenten der PROWADEST® Anlage sind durch Öffnen der großzügig dimensionierten Türen optimal zugänglich.
Alle Komponenten der PROWADEST® Anlage sind durch Öffnen der großzügig dimensionierten...
Meist enthalten diese Abwässer neben Feststoffen weitere wassergefährdende Inhaltsstoffe wie Schwermetalle, Farbanteile, Fluoride, Komplexbildner, Tenside, Wachse etc., um nur einige zu nennen. Auch nach einer aufwändigen, physikalisch-chemischen Aufbereitung oder einer biologischen Behandlung ist eine Einleitung durch die vorgegebenen Grenzwerte wie z. B. CSB, Kohlenwasserstoffe, AOX, Schwermetallfracht etc. nicht, oder nur mit kostenintensiven Auflagen, möglich.
Eine kostensparende Lösung stellt die Verdampfertechnik mittels der PROWADEST® Technik aus dem Hause KMU Umweltschutz aus Hausen (D) dar. Dieses System bereitet nicht nur die anfallenden Wässer auf, sondern erzeugt - als quasi positiver Nebeneffekt - aus den Abwässern ein nahezu immer wieder verwendbares Brauchwasser. Dadurch kann meist eine Einleitung von Abwasser entfallen, Frischwasserressourcen werden geschont und es fällt nur ein sehr geringer Anteil zur Entsorgung an.
Geringe Betriebskosten
Ein besonders Feature bei den PROWADEST® Verdampfersystemen ist neben der als Wärmepumpe eingesetzten Drehkolbenvakuumpumpe die so genannte Aufgabepumpe. Diese, von den Technikern der KMU speziell entwickelte Kreiselpumpe, sorgt für einen Zwangsumlauf des einzudampfenden Schmutzwassers und verbessert durch die entstehende Turbulenz die Wärmeübergänge deutlich und vermindert Verschmutzungen. Durch die Verdampfung im Unterdruck bei niedrigen Siedetemperaturen, mit nachfolgender Verdichtung durch die Drehkolbenvakuumpumpe, dient der bei der Verdampfung entstehende Wasserdampf zur Beheizung des gesamten Prozesses.
Trotz der – gegenüber bekannten Systemen – zusätzlichen Pumpe, werden bei den PROWADEST® Systemen Energieverbräuche nur ab 40 Wh/l Wasser benötigt. Umgerechnet bedeutet dies, dass die Aufbereitung von 1 m³ Abwasser mit ca. fünf Euro (je nach örtlichem kWh Preis) realistisch ist. Bei einer Wiederverwendung des Destillates bedeutet dies, dass bei Frisch-/Abwasserkosten – ebenfalls meist um fünf Euro - nur noch die geringen Entsorgungskosten für den Eindampfrückstand kostenmäßig zu Buche schlagen.
PROWADEST® Systemtechnik
Das bei der PROWADEST® eingesetzte vollautomatische CIP-Reinigungssystem, unterstützt durch die vorerwähnte Aufgabepumpe, hält Wärmetauscher und Anlageninnenflächen sauber und eine mechanische Reinigung entfällt. Alle Komponenten der PROWADEST® Anlagen sind durch Öffnen der großzügig dimensionierten Türen optimal zugänglich. Der Ölstand des Verdichters ist so einfach zu sehen, eine Demontage von Anlagenteilen ist nicht notwendig.
Ein neu entwickeltes Dampfreinigungssystem – bestehend aus mehreren Zyklonstufen mit nachgeschalteter Demisterpatrone – sorgt für saubere, klare Destillate in höchster Qualität. Störungen des Prozesses durch Schaum sind bei den PROWADEST® Verdampfern aufgrund des speziellen Anlagensystems kein Thema. Dadurch können auch hier nochmals Kosten für Chemikalien eingespart werden.
Praxisbeispiel
Die bei Reinigungsanlagen anfallenden Waschwässer werden mit einer Wasseraufbereitungsanlage der Fa. KMU Umweltschutz GmbH aufbereitet. Die anfallenden Reinigungsabwässer werden in einem Puffertank gestapelt und aus diesem vom Verdampfer PROWADEST® eingesaugt und entsprechend verdampft. Das beim Verdampfen entstehende Destillat wird in einer Koaleszenzabscheidestufe nachbehandelt und anschließend in einen Destillattank ausgefördert. Aus diesem werden die Spülbecken der Waschanlagen über eine Förderpumpe wieder mit dem gereinigten Wasser (Destillat) befüllt. Der Verdampfungsrückstand (Konzentrat) wird automatisch aus dem Verdampfer ausgetragen und muss bei Bedarf entsorgt werden.
Die Systemverluste (Ausschleppung, Verdunstung etc.) werden über eine Stadtwasserkonditionierung, bestehend aus einer Umkehrosmose mit vorgeschalteter Pendelenthärtung zum einen in die Destillatvorlage ergänzt und zum zweiten in einem Reinwassertank abgepuffert, um dieses für den Neuansatz der benötigten Emulsionen zu verwenden.